Die Wohnkultur: Schlafen früher und heute im Wasserbett

In früheren Zeiten war es den Menschen mehr oder weniger egal, wie das Bett – oder das, was unserem heutigen Verständnis dieses Begriffs am nächsten kommt – aussieht oder sich anfühlt. Hauptsache man konnte einigermaßen bequem darauf liegen und sich somit einen im besten Falle erholsamen Schlaf gönnen. Heute gewinnt der Begriff „Schlafkultur“ ganz neue Bedeutungen, denn ein Bett ist in vielen Fällen weit mehr als nur eine Schlafstatt. Es ist Wohlfühloase, Designobjekt und elektronische Spielerei in einem.

Moderne Betten

An moderne Betten werden hohe Ansprüche gestellt. In erster Linie müssen sie für eine hohe Funktionalität stehen, was gleichbedeutend mit hohem Schlafkomfort ist. Der Mensch muss sich im Bett wohlfühlen und sollte nach einem erholsamen Schlaf entspannt und ausgeruht aufstehen. Natürlich ohne Rückenschmerzen oder sonstige Verspannungen. Moderne Betten dienen also dem Wohlbefinden und der Gesundheit. Darüber hinaus werden sie von vielen Menschen aber auch als Designobjekt gesehen. In der passenden Farbe und der richtigen Form wirkt zum Beispiel ein Wasserbett mit Lederbett kombiniert fast wie ein Kunstwerk. Zusätzlich lassen sich in moderne Betten allerlei elektronische Spielereien einbauen, wie etwa versenkbare Fernsehgeräte.

Schlafen in früheren Zeiten

Von solchem Komfort konnten die Menschen in der Jungsteinzeit natürlich nichts ahnen, als sie sich auf ihr hartes Lager betteten. Ausgrabungen förderten bis dato zwar keine jungsteinzeitlichen Betten zutage, allerdings gehen die Forscher davon aus, dass es sich bei den Betten der damaligen Zeit um eine Mischung aus Tierfellen und Tannenreisig oder Blättern gehandelt hat. Davon geht auch der Experimentalarchäologe Harm Paulsen aus, der zu diesem Thema auch schon Experimente mit Freiwilligen durchgeführt hat, wie unter anderem auf www.swr.de nachzulesen ist. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich auch die Schlafkultur weiter. So hatte das Schlafen, aber auch das Liegen allgemein, bei den alten Römern eine wichtige Bedeutung. Besonders die wohlhabenderen Schichten erledigten sehr viele Tätigkeiten im Liegen. Schreiben, Lesen und selbst Essen wurden liegend ausgeübt. Die Römer entwickelten dazu sogar unterschiedliche Arten von Liegen, die für den jeweiligen Anwendungszweck besonders gut geeignet waren. Sogar Tragbetten gab es zur damaligen Zeit. Diese konnten bei Ausflügen leicht mitgenommen werden, sodass man sich selbst im Freien überall und jederzeit ein Nickerchen gönnen konnte. Mit dem Cubiculum gab es im alten Rom zudem den Vorläufer unseres heutigen Schlafzimmers. Über die Schlafkultur des Mittelalters ist weit weniger bekannt. Bekannt ist zumindest, dass die meisten Menschen im Heu oder im Stroh schlafen mussten. Erst ab dem 17. Jahrhundert wurden wieder Schlafzimmer eingerichtet, zunächst in Schlössern, Adelshäusern und Königshöfen. Das Bett gewann in diesen Kreisen schnell an Bedeutung und wurde bei nicht wenigen Herrschern sogar zum Mittelpunkt der Regierungsgeschäfte. Ludwig XIV. beispielsweise regierte von seinem Bett aus. Und auch das Prunkbett der Kaiserin Maria Theresia erfüllte diesen Zweck, da die Regentin, während sie sich von der Geburt ihrer Kinder erholte, ihre Besuche von diesem Bett aus empfing. Ein Bild dieses repräsentativen und prachtvollen Schlafzimmermöbels ist unter http://text.habsburger.net zu sehen.

Schlafkultur heute

Auch heute noch gibt es teilweise erhebliche Unterschiede in der Schlafkultur. So gibt es durchaus Kulturkreise, die kein modernes Wasserbett mit allem erdenklichen Komfort kennen, sondern immer noch direkt auf dem Fußboden schlafen. Andere Kulturkreise benutzen Hängematten, wieder andere schlafen erhöht, um sich vor Tieren zu schützen. Besonders zwischen der westlichen und der traditionellen Schlafkultur gibt es große Unterschiede. Während das Bett im westlichen Kulturkreis meist nur mit dem Partner geteilt wird, schlafen Menschen anderer Kulturkreise in sozialen Gruppen. Während westliche Schlafzimmer über eine Lüftung oder Klimaanlage verfügen, müssen die Menschen anderer Kulturen oftmals die Nähe zu Tieren suchen, um sich nachts zu wärmen. So definieren die Inuit die Kälte in der Nacht beispielsweise anhand der Anzahl der Hunde, die benötigt werden, um warm zu bleiben.

Die moderne Art des Bettenkaufs

Das Problem des Warmbleibens während des Schlafes gibt es im westlichen Kulturkreis so gut wie gar nicht. Deutlich wichtiger ist hier, Betten zu möglichst günstigen Preisen kaufen zu können. Der Bettenkauf findet in der heutigen Zeit immer öfter auch im Internet statt. Auf ein eventuelles Probe liegen muss man dabei aber nicht zwangsläufig verzichten, auch wenn man das auf den ersten Blick vielleicht denken mag. Es besteht ja immerhin die Möglichkeit, sich im Vorfeld in normalen Möbel- oder Bettenhäusern umfassend zu informieren, sich einige Favoriten unter den Betten herauszusuchen und diese dann in Onlineshops zu suchen. Die Preise für Betten sind bei solchen Shops in der Regel niedriger, als beim Händler vor Ort und auch der Aufbau eines Wasserbettes ist hier meist schon im Preis inbegriffen.

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